Probstdorf

Die Entstehungsgeschichte von PROBSTDORF

 

1021 schenkte Kaiser Heinrich II. der Benediktinerabtei Weihenstephan (Bayern) einen Teil der damaligen

Donauinsel „Sahsonagang“, ein Gebiet im Umkreis des heutigen Sachsengang.

Ca 1030 übernahm das Bistum Freising dieses Gebiet im Tauschweg.

1050 erfolgte die Gründung der Mutterpfarre von Freising aus.

Aus 1270 datiert ein Ablassbrief, worin Bischof Peter von Passau zum Wiederaufbau der

durch die Kumanen (Ungarn) im Jahre 1260 zerstörten Kirche aufforderte.

Die Zerstörung der Kirche erfolgte im Kriege des Ungarnkönigs Bela IV. mit Ottokar II. von Böhmen

in der Schlacht bei Groißenbrunn.

Die 1418 ungebaute Pfarrkirche (mehrmals renoviert) ist eine der wenigen Kirchen des Marchfelds

mit romanischem Langhaus und gotischem Chor.

In der Folge gingen aus der Mutterpfarre Probstdorf folgende Pfarren hervor:

Orth/Donau, Witzelsdorf, Loimersdorf, Stopfenreuth, Eckartsau, Niederweiden, Haringsee,

Engelhartstetten, Breitstetten, Franzensdorf und Leopoldsdorf.

Das Wappen

Verleihung für Weihenstephan im Jahre 1114. Der Wappenschild zeigt in der einen Hälfte Engelsflügel,

in der anderen 3 Rosen, die an Egilbert von Moosburg in Bayern erinnern sollen.

Bischof Egilbert (1005 – 1039) spielte als Kanzler von Bayern

eine führende politische Rolle (auch Erzieher von Heinrich III.).


Der Ort

Abgewandelt von „Propst“ (präpositus = Vorgesetzter).

Hinsichtlich des Zeitpunktes der Ortsentstehung durch Ansiedlung sind keine Dokumente oder Unterlagen erhalten,

auch nicht, woher die Siedler gekommen sind (Vermutungen deuten auf die Zuwanderung aus Freising hin).

Zerstörung durch die Türken 1529 und 1683. 
Zerstörung und Brandlegungen durch die Schweden 1646. 
Zerstörungen durch Feuer 1593 und 1761, vernichtet Pfarrhof und „vielen andern Häusern“ .
Franzoseninvasionen  1805 und 1809. 
Jedoch blieb Probstdorf sowohl von der Pest als auch von der Choleraepidemie verschont. 
1787/1788 Errichtung des Schulgebäudes.

1919 Errichtung des Kriegerdenkmales, ersetzt 1956 durch Erweitertes.
Zum Ende des 2. Weltkrieges erreichten die Russen am 9. April 1945 um 22.30 Uhr Probstdorf.